Mobiler Sonderpädagogischer Dienst (MSD)

Die Schwerpunkte der Arbeit des Mobilen Sonderpädagogischen Dienstes (MSD) liegen in der Beratung von Lehrkräften, Erziehungsberechtigten und Schülern auf der Basis von sonderpädagogischer Diagnostik.
Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf an allgemeinen Schulen werden durch Kollegen des MSD begleitet, unterstützt und gefördert.

An Schulen mit Schulprofil Inklusion sowie in Kooperationsklassen erfolgt die Förderung von Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf fortlaufend durch einen Sonderpädagogen. Die Anzahl der jeweils zur Verfügung stehenden Wochenstunden aus dem Lehramt für Sonderpädagogik beträgt an Grund- und Mittelschulen mit Schulprofil Inklusion ungefähr 13 Wochenstunden. Hinzu kommen bis zu 10 Wochenstunden aus dem eigenen Lehramt. In Kooperationsklassen errechnet sich die Anzahl der MSD-Stunden nach der Anzahl der Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf.
Die Lehrkraft für Sonderpädagogik der Förderschule ist in das Kollegium der Grund- oder Mittelschule integriert. Sofern ein Förderschwerpunkt nicht durch die entsprechende Fachkompetenz der Lehrkraft für Sonderpädagogik vor Ort in der Grund- oder Mittelschule abgedeckt ist, kann zusätzlich z.B. der Mobile Sonderpädagogische Dienst mit einem anderen Förderschwerpunkt hinzugezogen werden.
Die MSD für die Förderschwerpunkte Sehen, Hören, körperliche und motorische Entwicklung sowie für den Bereich Autismus arbeiten überregional. Die MSD-Kollegen der Sonderpädagogischen Förderzentren (SFZ) mit den Förderschwerpunkten Sprache, Lernen, emotionale und soziale Entwicklung sowie der Förderzentren mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung sind regional tätig.

Kollegen aus dem Bereich Sonderpädagogik sind verantwortlich für die Erstellung des Förderdiagnostischen Berichts, welcher Grundlage für einen individuellen Förderplan und die sonderpädagogische Förderung ist (Art. 30b Abs. 4 BayEUG und § 25 VSO-F). Nach § 39 GrSO bzw. § 48 MSO verantwortet die Erstellung des Förderplans die allgemeine Schule unter Einbeziehung des MSD.
Ebenso können die Kollegen des MSD bei der Umsetzung des Nachteilsausgleichs und bei der Entscheidung über die Zurückstellung (§ 21 GrSO) einbezogen werden.

MSD-Briefe 2015

Werden aktualisiert aufgrund der neuen Schulordnung für schulartübergreifende Regelungen an Schulen in Bayern (Bayerische Schulordnung – BaySchO) vom 1. Juli 2016, Teil 4 Individuelle Unterstützung, Nachteilsausgleich und Notenschutz §31-36